Dein Brief an deine Gastfamilie
Wenn du dein Au pair Jahr in Australien oder Neuseeland planst, gehört ein persönlicher Brief an deine zukünftige Gastfamilie zu den wichtigsten Bestandteilen deiner Bewerbung. Im USA-Programm bekommst du dagegen bei deiner Bewerbung Fragen im Portal gestellt — hier brauchst du keinen klassischen Gastfamilienbrief zu schreiben.
Für alle, die sich für Australien oder Neuseeland entscheiden, gilt: Dein Schreiben ist deine Chance, einen echten ersten Eindruck zu hinterlassen. Es ersetzt kein persönliches Gespräch, aber es öffnet die Tür dorthin.
Warum dein Brief so entscheidend ist
Deine zukünftige Gastfamilie möchte verstehen, wer du bist — nicht nur auf dem Papier, sondern als Mensch im Alltag. Ein gut geschriebener Host Family Brief zeigt, wie du denkst, wie du mit Kindern umgehst und was dich motiviert.
Statt möglichst viele Informationen unterzubringen, kommt es darauf an, die richtigen Einblicke zu geben. Deine Persönlichkeit sollte zwischen den Zeilen spürbar sein.
Ein klarer Einstieg: Wer bist du?
Starte einfach und direkt. Eine freundliche Anrede und eine kurze Vorstellung reichen völlig aus.
Erzähle:
- deinen Namen
- dein Alter
- dein Herkunftsland
Du kannst auch kurz erwähnen, in welcher Region du lebst. Details zu deinem Wohnort kannst du später im Gespräch vertiefen. Wichtiger ist, dass dein Einstieg natürlich wirkt und nicht auswendig gelernt klingt.
Im nächsten Schritt geht es um deine Motivation, d.h. um deine Beweggründe. Warum hast du dich für ein Au pair Jahr entschieden? Was reizt dich an der Arbeit mit Kindern und am Leben in einer Gastfamilie?
Hier lohnt es sich, konkret zu werden. Allgemeine Aussagen wie „Ich liebe Kinder“ sind schnell geschrieben, sagen aber wenig aus. Beschreibe lieber eine Situation oder Erfahrung, die dich geprägt hat. So wird dein Ziel, deine zukünftige Au pair Familie anzuschreiben, persönlicher und glaubwürdiger.
Deine Erfahrung mit Kindern: Zeig, was du kannst
Für Familien ist dieser Teil besonders wichtig. Sie möchten wissen, ob du Verantwortung übernehmen kannst und wie sicher du im Umgang mit Kindern bist.
Du kannst zum Beispiel schreiben über:
- Babysitting-Erfahrungen 👶
- Praktika in Kitas oder Schulen 🏫
- Betreuung von jüngeren Geschwistern 👧👦
- Nachhilfe oder Freizeitangebote 📚
Wichtig ist: Erkläre nicht nur, was du gemacht hast, sondern auch wie.
Hast du Spiele organisiert? Konflikte gelöst? Verantwortung für mehrere Kinder übernommen? Solche Details machen deinen Brief lebendig.
Wer bist du im Alltag?
Neben deiner Erfahrung interessiert die Familien auch, wie du als Person bist. Schließlich wirst du Teil ihres Alltags.
Gib Einblicke in:
🎨 deine Hobbys
💡 deine Interessen
📅 deinen Umgang mit Routinen
🤝 deine Stärken im Zusammenleben
Ob Sport, Musik oder kreative Aktivitäten — alles, was zeigt, wie du Zeit mit Kindern gestalten könntest, ist besonders relevant. Achte darauf, authentisch zu bleiben und dich nicht „perfekt“ darzustellen.
Ein hilfreicher Tipp beim Schreiben: Stell dir vor, du liest den Brief selbst als Gastfamilie.
Welche Fragen würdest du haben?
Würdest du dieser Person dein Kind anvertrauen?
Dieser Perspektivwechsel hilft dir, die richtigen Schwerpunkte zu setzen und deinen Host Family Letter klar und verständlich zu strukturieren.
Ein runder Abschluss
Beende deinen Brief freundlich und offen. Bedanke dich dafür, dass sich die Familie Zeit genommen hat, deinen Text zu lesen.
Du kannst auch signalisieren, dass du dich über eine Nachricht oder ein Kennenlernen freust. Das zeigt Interesse, ohne aufdringlich zu wirken. Denk dran: Weniger ist mehr - aber mit Substanz!
Ein guter Brief muss nicht lang sein, sondern stimmig.
- Klare Aussagen,
- persönliche Beispiele
- und eine ehrliche Sprache machen den Unterschied.
Wenn dein Schreiben zeigt, wer du bist und wie du mit Kindern umgehst, hast du die beste Grundlage geschaffen, um die passende Familie zu finden.
Am Ende geht es nicht darum, „perfekt“ zu wirken — sondern darum, dass die richtige Familie sich in deinem Brief wiederfindet.