Au pair in Germany
Holen Sie sich die Welt nach Hause

Mit einem Au pair profitieren Sie von flexibler Kinderbetreuung und Ihre Kinder von einem Spielpartner, der ihnen eine neue Sprache eröffnet

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Auszeichnung als "Au-pair des Jahres"

Wir gratulieren: Ayusa Au pair Regina aus Mexiko wurde vom Bundesverband Au-pair Society e.V. als "Au-pair des Jahres" 2018 ausgezeichnet.

 
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Familie Suhrer aus Bonn

„Warum sieht es dort so ärmlich aus und die Dächer sind aus Plastiktüten?“, das fragt unser siebenjähriger Sohn, als unser Au Pair Taylor im Januar Bilder aus ihrer Heimat Südafrika auf ihrem Computer zeigt und dabei auch Aufnahmen aus dem in der Nähe liegenden schwarzen Township. Unsere Kinder (7, 9 und 11 Jahre) verstehen bald, dass Arm und Reich eng beieinander liegen in Südafrika und sie hören gespannt die Geschichten, die unser Au Pair (selber weiße Hautfarbe) über ihre farbigen und weißen Freunde in Südafrika erzählt.
Als Taylor von den Tieren berichtet und über eine Farm, auf der man kleine Geparden streicheln darf, und über Schwimmausflüge mit Delphinen, sind sich alle einig, dass sie gerne in Südafrika aufwachsen möchten. Aber als unsere Kinder mitbekommen, dass unser Au Pair fast jeden Abend gerne noch einen Spaziergang an den Rhein unternimmt, da sie Zuhause nach Einbruch der Dunkelheit das Haus nicht mehr verlassen darf noch nicht einmal im Auto, werden unsere Kinder wieder nachdenklich. Und auch als Taylor von den öffentlichen Schulen berichtet, in denen Stühle und Tische fehlen, die Lehrer zu spät zum Unterricht erscheinen und in denen die erforderlichen Lehrmittel oft erst Monate später eintreffen, können dies unsere Kinder nur schwer glauben und fragen immer wieder nach. Begeistert sind unsere Kinder über die Bilder von den schönen Sportanlagen und natürlich dem eigenen Swimming-Pool, den Taylors private Schule besitzt. So etwas möchten sie auch. Und als Taylor berichtet, dass in den Sportsteams Quoten für farbige Schüler eingeführt worden sind, die teilweise wie beim Cricket-Team im Moment noch gar nicht ausgefüllt werden können, bringt dies wieder viele Fragen vor allem von unserer zwölfjährigen Tochter hervor: „Warum gibt es so wenige Farbige, die gut Cricket spielen können?“
Wir alle waren noch nie in Südafrika. Aber durch unser Au Pair Taylor, durch ihre Erzählungen, Fotos und Video-Clips haben wir unendlich viel gelernt über den Teil, der eine halbe Erdkugel von uns entfernt liegt. Und obwohl Taylor von weit herkommt, ist sie uns durch ihr freundliches Wesen so vertraut, als wäre sie schon immer ein Familienmitglied gewesen.
Anders als unsere vorherigen acht Au Pairs hat sich Taylor vom ersten Tag an wie eine Ergänzung zu unserer Familie angefühlt. Als wäre unsere Familie erst jetzt vollständig. Sie ist für uns fast wie ein weiteres sehr hilfreiches großes Familienmitglied. Und durch ihre stets positive und hilfsbereite Art ist sie den Kindern ein großes Vorbild.
Aus eigenem Antrieb war Taylor von Anfang an immer dabei, wenn wichtige Feiern oder Ereignisse anstehen (Geburtstage, Schulfeste, Chorkonzerte). Auch in ihrer freien Zeit lernt Taylor nicht nur die deutsche Sprache, sondern so viel sie kann über die deutsche Kultur. Für uns ist es eine Freude, dass die Angebote, das eigene Land zu zeigen, so begeistert von Taylor aufgegriffen werden. Und immer bringt sie einen kleinen Teil ihrer eigenen Kultur ein und lässt uns unser Zuhause mit anderen Augen erkennen. Wie als wir gemeinsam zum Feuerwerk „Rhein in Flammen“ geradelt sind und am Rheinufer mit vielen anderen Besuchern ein Picknick veranstaltet haben. Da erwähnte Taylor, dass es in Südafrika auch Feuerwerke am Strand gebe. Diese seien aber immer nur für eingeladene Besucher und damit einem privilegierten Teil der Bevölkerung vorbehalten. So eine öffentliche Veranstaltung ohne Eintrittsschranken, an der Alt und Jung, Reich und Arm, Deutsche und Nichtdeutsche friedlich nebeneinander feiern, wünsche sie sich auch für ihr Land.
Taylor ist mit unseren Kindern eine eigene, besondere Bindung eingegangen. Oft liest sie abends noch freiwillig vor. Taylor und die Kinder haben die Ronald Dahl Bücher für sich entdeckt. Sie haben dadurch eine eigene für uns Eltern gar nicht zugängliche Welt und zitieren alle gerne zum Beispiel aus „Charlie and the Chocolate Factory“, wenn es am Frühstückstisch darum geht, was sie jetzt gerne essen würden. Viele Bereiche bespricht unsere Tochter lieber mit dem Au Pair und wenn es um die Musik aus den aktuellen Charts geht, diskutieren die Kinder sowieso nur mit ihr.
Es liegt an ihrer aufgeschlossenen Art und ihrer großen emotionalen Intelligenz, dass Taylor so ein tolles Au pair ist. Sie hat uns gezeigt, wie unendlich viel aus einem Au Pair Jahr gewonnen werden kann und zwar weit über den bloßen Spracherwerb für das Au Pair hinaus und über die natürlich geschätzte Arbeitsleistung, die das Au Pair erbringt. Aber Au Pair zu sein ist mehr als eine Hilfskraft für die Familie. Wie man an Taylor erkennen kann, eröffnet es Welten, fördert die Verständigung und vergrößert die Familie.